Euro Umrechnung zum aktuellen Wechselkurs


Derzeit nutzten achtzehn Mitgliedsstaaten der Europäischen Gemeinschaft den Euro als gemeinsame Währung. Die Gemeinschaftswährung wurde im Jahr 1999 eingeführt und löste 2002 in Deutschland die D-Mark als offizielles Zahlungsmittel ab. Dieser Beitrag widmet sich den Hintergründen und betrachtet die Zukunftsaussichten des relativ jungen Zahlungsmittels.


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Die Geschichte einer Währung

Die Politiker der europäischen Staaten beschäftigten sich bereits in den 60er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit der Idee eines gemeinsamen Zahlungsmittels. Die dazu erforderliche Europäische Währungsunion nahm in den 70er-Jahren erste Gestalt an, allerdings verhinderten Ölkrise und innenpolitische Herausforderungen in den damaligen EG-Mitgliedsnationen die Umsetzung.

Mit dem Übereinkommen zu einem Europäischen Währungssystem (EWS) gingen die Entscheidungsträger der EG 1979 einen weiteren Schritt in Richtung Gemeinschaftswährung. Gleichwohl behielten die Mitglieder die eigene Währung bei, allerdings wurden die Wechselkurse durch die nationalen Notenbanken im Zaum gehalten und bei unverhältnismäßigen Abweichungen korrigiert. Neun Mitgliedsstaaten der EG legten damals den Grundstein für eine gemeinsame Währung, es sollte jedoch weitere 20 Jahre dauern, bis der Euro zur Realität wurde.

Die Idee für den Euro lebte 1988 erneut auf, als der gemeinsame europäische Markt beschlossen wurde. Der Kommissionspräsident Jacques Delors wurde vom Europäischen Rat mit der Planung einer Währungsunion beauftragt. Im Ergebnis präsentierte Delors einen Plan, der die Implementierung einer ­Europäischen Währungs- und Wirtschaftsgemeinschaft in drei Etappen zum Ziel hatte:

1. Der ratifizierte Vertrag von Maastricht legte die Einführung des Euros zum 1.1.1999 fest.
2. Die endgültige Namensgebung Euro wurde 1995 in Madrid beschlossen, zur Debatte standen unter anderem europäische Gulden, Kronen oder Franken.
3. Zum ersten Januar des Jahres 1999 wurde der Euro offizielles Zahlungsmittel in den damaligen Mitgliedsländern, die EZB löste bereits ein Jahr vorher das Europäische Währungsinstitut ab.

Allerdings behielten die Länder ihre nationalen Währungen zunächst bei, Lastschriften und Überweisungen wurden jedoch bereits in Euro getätigt. Auch die Börsenteilnehmer konnten die Notierungen in Euro ablesen. Die Übergangsphase dauerte drei Jahre, zum ersten Januar 2002 galt der Euro als alleiniges Zahlungsmittel in damals zwölf Nationen. Mittlerweile ist der Euro mehr als zwölf Jahre alt und die Devise von 18 Staaten.

Die Zukunftsperspektiven des Euros

Wer sich um eine Antwort auf die Frage zur zukünftigen Entwicklung der Gemeinschaftswährung bemüht, wird auf zahlreiche Szenarien stoßen. Die Gegner sagen bereit seit der ersten Stunde das baldige Ende voraus und streiten sich mit Befürwortern, die genau das Gegenteil behaupten.

Ein aufschlussreicher Blick in die Zukunft ist zumindest bei Finanzen unmöglich und für investierte Anleger darüber hinaus gefährlich. Fakt ist, die Gemeinschaftswährung zählt im ­Devisen-Handel eher zu den Exoten als zu den sogenannten ­Save-Heaven-Währungen. Der Euro hat ein großes Problem: Er ist die gemeinsame Währung von 18 Staaten mit vollkommen verschiedenen Ansichten zur Wirtschaft.

Er wird von leistungsstarken Industrienationen ebenso genutzt wie von hoch verschuldeten Peripherie-Anrainern mit geringem BIP. Die Währung wird von den weniger leistungsfähigen Staaten ständig unter Druck gesetzt, dabei spielen verkrustete Strukturen in Verbindung mit Reformverweigerung tragende Rollen. Die Europäische Zentralbank ist zur Lösung der anstehenden Probleme aufgerufen, allerdings bezweifeln Insider die Kompetenz der Notenbank. Deflationsängste lassen sich kaum mit dem Ankauf hochriskanter Ramschpapiere aus der Welt schaffen, doch Mario Draghi hat als amtierender Präsident der EZB bislang keine bessere Idee an den Tag gebracht.

Fazit: Der Euro ist und bleibt eine Währung mit Überraschungen